Vorfreude statt Vorsätze - Mein Jahr 2016

Das neue Jahr ist da! Unglaublich, dass wir schon 2016 schreiben. Ich bin nun doppelt so alt wie zur Jahrtausendwende. Und die guten Vorsätze, an die man sich doch nicht gehalten hat, sind seitdem auch nicht weniger geworden. Aber dieses Mal wird alles anders!

Statt Vorsätze zu machen, die ich bei der nächsten Gelegenheit in den kalten Januar-Wind schieße, nehme ich meine Vorfreude aus dem Dezember einfach mit in das neue Jahr! Denn Vorfreude macht bekanntlich glücklich. Das haben auch Forscher der University of California herausgefunden. Und damit das Ganze nicht im Alltagstrubel untergeht, schreibe ich mir alles auf: in mein Vorfreude-Tagebuch! Für jeden Monat des Jahres 2016 zwei bis fünf Dinge, auf die ich mich freue.

Dieses schöne Gefühl von Vorfreude lässt sich ganz einfach hervorrufen: Sei es mit einem gemütlichen Kaffeeklatsch mit einer Freundin, einem Shopping-Nachmittag, einem neuen Rezeptexperiment – oder sogar einer Reise. Hier verrate ich schon mal meine Januar- Einträge. Aber Achtung, auf keinen Fall zu viel vornehmen! Denn wenn die Vorfreude zu sehr überschäumt, kann hieraus leicht der sogenannte Freizeit- Stress entstehen.

Auf diese Auszeiten freue ich mich im Januar: das Gefühl von Freiheit nach dem Entrümpeln

Der Januar ist der perfekte Monat, um sich von Dingen zu trennen, die die Wohnung verstopfen. Loslassen macht den Kopf frei für Neues. Gleich doppelt Spaß macht das Aussortieren von Klamotten und Co., wenn man damit einen lustigen Tag auf dem Flohmarkt verbindet. Einmal im Jahr baue ich mit meinen Freundinnen einen großen Stand auf und verkaufe alles, was ich nicht mehr anziehe oder benutze. Indoor macht das auch im Winter Spaß! Das eingenommene Geld kann man anschließend natürlich gleich wieder in neue, schöne Dinge investieren: Zum Beispiel eine Vintage-Kaffeetasse. Loslassen tut einfach gut!

Winterliche Waldspaziergänge

Wenn ich das Geräusch von gefrorenen Stöcken und Ästen höre, die unter meinen Füßen knacken, und es sonst ganz still um mich herum ist, brauche ich sonst nichts. Dann ist der Winter einfach nur wunderbar! Statt mir ambitionierte Ziele wie „Jeden Morgen eine Stunde joggen“ zu setzen, freue ich mich lieber auf meinen wöchentlichen Waldspaziergang. Dick eingepackt mit einem wärmenden Thermobecher Kaffee genieße ich die Ruhe der Natur und tue damit ganz ohne Druck meinem Körper und Geist etwas Gutes.

Ein Kurzurlaub in der Nähe

Ende Januar, wenn der Alltag mich nach dem Weihnachtszauber voll und ganz wieder hat, nehme ich mir vor ein Wochenende wegzufahren, um meine Energie wieder aufzuladen. Dafür muss ich gar nicht weit in die Ferne reisen. Der Tapetenwechsel an sich ist meist schon Erholung genug. Es lohnt sich zum Beispiel mal nach einem schönen Feriendomizil zu schauen, das nicht mehr als eine Stunde Auto- oder Bahnfahrt vom eigenen Wohnort entfernt liegt. So spart man Geld und Zeit für die Anreise und kommt trotzdem raus aus dem Alltag. Vielleicht kann man noch eine Wellness-Behandlung, eine Yogastunde oder ähnliches dazu buchen.

Jetzt, wo ich mir aufgeschrieben habe, worauf ich mich in den nächsten 30 Tagen freue, kommt mir der dunkle Januar gleich viel heller vor. Und ich bin mir sicher: Das sind die Momente, an die ich mich an Silvester erinnern werde, wenn ich das Jahr 2016 Revue passieren lasse. Denn eigentlich geht es doch genau darum – Freude zu empfinden, zu genießen, es sich gut gehen zu lassen und nicht gleich wieder die To-Do-Liste zu erfüllen.

Anna Lena

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Anna Lena Garde

Ich bin Anna Lena, 31 Jahre alt, Texterin und freiberufliche Yoga-Lehrerin. Durch meinen Job bin ich häufig unterwegs und wenn ich nach Hause komme, fällt mir immer sofort auf, was noch alles zu tun ist. Dann sehe ich überall Staub in den Ecken, der sofort beseitigt werden muss. Oder ich fange an, das Bücherregal und den Kleiderschrank nach Farben zu sortieren. Mysteriöserweise wird meine To- Do-Liste, egal wie viel ich abhake, irgendwie immer nur länger. Und weil ich so bin und das so ist, nehme ich mir immer wieder meine Zeit zum Abschalten. Meine Auszeit, in der ich mich nur um mich kümmere und genieße – zum Beispiel beim Yoga oder bei einer Tasse Gala von Eduscho. Dann muss alles andere warten! Da man sich diese Momente ganz bewusst nehmen muss, möchte ich hier regelmäßig mit Ideen zum Abschalten, das Zuhause schöner machen, Kaffee genießen (es gibt nämlich mehr als Latte Macchiato) und sich selbst Verwöhnen inspirieren.