Kleine Kaffee - Kunstwerke für kleine Auszeiten

Ich trinke Kaffee für mein Leben gern. Und fast genauso sehr liebe ich es, ihn zuzubereiten. Zum Beispiel nehme ich mir zumindest am Wochenende immer Zeit, meinen Kaffee selber zu mahlen. Und weil ich meine Kaffee-Auszeiten gar nicht genug zelebrieren kann, habe ich seit ein paar Wochen die Latte Art oder Kaffeekunst für mich entdeckt. Jetzt mahle ich meinen Kaffee nicht mehr nur, sondern gestalte ihn auch. Klingt schön? Sieht auch wunderschön aus. Daher stelle ich hier verschiedene inspirierende Ideen vor, wie der eigene Kaffee zu einem kleinen Kunstwerk wird. Von leicht bis eher schwierig. Und auch, wenn es nicht sofort gelingt, ist es zumindest wunderbar meditativ. Ach ja und die Gäste, Kollegen oder den Partner beeindruckt man damit natürlich auch.

Das A und Oho – Der Milchschaum

Ohne einen gut gelungenen Milchschaum kein Kaffee-Kunstwerk: Feinporig und cremig soll er sein, nicht zu fest. Hier kommt es natürlich auf das Gerät an. Da ja aber jeder etwas anderes zu Hause hat, gilt auch: Die Milch macht’s! Am besten kalte, frische Vollmilch mit einem Fettgehalt von mindestens 3,5 % und hohem Eiweißanteil verwenden. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Milch zwar warm, aber nicht zu heiß wird. Bis zur Perfektion musste ich ein bisschen üben, aber dann wird’s ein Schaum-Traum!

Klassische Latte Art 

Bei der klassischen Latte Art ergibt die Milch allein durch das Gießen selbst ein Bild. Der Trick ist, dass die Milch zunächst unter die Crema gegossen wird und durch die Gieß-Technik langsam aufsteigt. Das klingt nach einer Herausforderung? Ist es auch. Dies ist die höchste Form der Barista-Kunst und erfordert wirklich Übung. Ich habe mich schon ein paar Mal an einer Herzform versucht, aber das Ganze war noch nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Wie es geht, lernt man am besten anhand von Videos. Dazu findet man zahlreiche sehr gute Video-Tutorials im Internet.

Einfacher geht’s, wenn man zunächst den Espresso so mit Milch aufgießt, dass man eine komplett braune Oberfläche erhält. Nun kann man den restlichen Milchschaum mit einem Löffel auf die Oberfläche des Kaffees gleiten lassen und daraus ein Bild zeichnen. Besonders schön und gar nicht schwer ist zum Beispiel eine Herzspirale! Hierzu ordnet man die Milchschaumtupfer spiralförmig an und kann dann mit einem Zahnstocher oder Stäbchen einmal in der Mitte aller Punkte entlang fahren, um sie zu einer Kette aus Herzen zu verbinden.

Wichtig: Die klassische Latte Art funktioniert nicht mit Filterkaffee, er ist zu flüssig. Die Crema muss mit einer Siebträgermaschine oder zumindest mit einem Kaffeevollautomaten hergestellt werden, damit die Milch perfekt fließen kann und an der Oberfläche nicht zu sehr verschwimmt.

Kleine Kunstwerke mit Schablonen und Schokolade

So schnell gemacht und so schön! Mit Schablonen und Kakaopulver kann man unzählige Motive auf den Milchschaum zaubern. Neulich war ich bei einer Hochzeit und bekam einen Cappuccino mit den Initialen des Brautpaars. Tolle Idee! Mittlerweile gibt es viele Anbieter, bei denen man die Schablonen online kaufen oder sogar eigene Motive in Auftrag geben kann. Ganz einfach und schnell lassen sich die „Schaumverschönerer“ aber auch selber basteln: Zum Beispiel aus Pappe oder aus Kunststoff – Plastikbögen oder Folie gibt’s im Bastelladen. Die gewünschte Form aufmalen und dann mit einer Schere oder einem Cutter Messer ausschneiden. Achtung: Beim Zuschneiden darauf achten, dass die Schablone insgesamt größer ist als die Tasse, auf der sie aufliegen soll. Das Motiv dicht über dem Schaum auflegen, Kakao darauf streuen, noch ein wenig das Kunstwerk bestaunen und dann genüsslich schlürfen.

Schön, einfach und vor allem lecker ist ein Kaffee- Kunstwerk aus Schoko-Soße. Die gibt’s in jedem gut sortierten Supermarkt. Ein Herz, ein Spruch oder ein ganzes Bild – damit macht man sich und anderen eine süße Freude und zeigt sich von seiner besten Schokoladenseite.

So und jetzt mache ich mich wieder ans Werk und tauche ab in meine Milchschaum-Traumwelt. Bis ganz bald!

Anna Lena

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Anna Lena Garde

Ich bin Anna Lena, 31 Jahre alt, Texterin und freiberufliche Yoga-Lehrerin. Durch meinen Job bin ich häufig unterwegs und wenn ich nach Hause komme, fällt mir immer sofort auf, was noch alles zu tun ist. Dann sehe ich überall Staub in den Ecken, der sofort beseitigt werden muss. Oder ich fange an, das Bücherregal und den Kleiderschrank nach Farben zu sortieren. Mysteriöserweise wird meine To- Do-Liste, egal wie viel ich abhake, irgendwie immer nur länger. Und weil ich so bin und das so ist, nehme ich mir immer wieder meine Zeit zum Abschalten. Meine Auszeit, in der ich mich nur um mich kümmere und genieße – zum Beispiel beim Yoga oder bei einer Tasse Gala von Eduscho. Dann muss alles andere warten! Da man sich diese Momente ganz bewusst nehmen muss, möchte ich hier regelmäßig mit Ideen zum Abschalten, das Zuhause schöner machen, Kaffee genießen (es gibt nämlich mehr als Latte Macchiato) und sich selbst Verwöhnen inspirieren.