La Dolce Vita - von Mailand träumen

Urlaub ist schon in Sicht. Aber bis zur nächsten Reise dauert es leider noch eine Weile. Deshalb träume ich mich speziell in dieser Jahreszeit nur allzu gerne in die Ferne. Gerade jetzt, wo der Winter eigentlich schon längst dem Frühling hätte Platz machen sollen. Das Gute am Fernträumen - man muss keine Flüge buchen, Koffer packen oder an irgendeiner Sehenswürdigkeit Schlange stehen.

Für meine kleine Auszeit setze ich mich einfach in meinen Lieblingssessel am Fenster. Draußen ist es feucht. Dicke Wolken haben sich gerade vor die Sonne geschoben. In der Hoffnung, dass vielleicht doch noch ein paar Sonnenstrahlen herein fallen, schnappe ich mir meine Reiseführer und Urlaubsfotos. Bei einem großen Cappuccino schweife ich ab und schwelge in meinen Urlaubserinnerungen. Schon bin ich mit meinen Gedanken mitten in Italien und lebe La Dolce Vita - genauer gesagt in Mailand. Denn die Mode-Metropole mit ihren gemütlichen Cafés ist mein absoluter Sehnsuchtsort.

Wenn ich an Mailand denke, spüre ich sofort die Sonne auf meiner Haut und flaniere in meinen Gedanken durch das wunderschöne Navigli-Viertel – mit dessen zahlreichen Lokalen, kleinen Modeläden, interessanten Ateliers und den namensgebenden Kanälen. In den einladenden Cafés entlang des Ufers sitzen gutgelaunte Menschen und debattieren über das Leben, während zahlreiche Boote auf dem Kanal vorüber fahren. Leichten Fußes lasse ich alles auf mich wirken und träume mich dann weiter auf das Dach des imposanten Mailänder Doms. Von hier oben genieße ich vor meinem inneren Auge das Panorama der gesamten Stadt. Moderne Bauten durchbrechen die typisch italienische Atmosphäre. Bei klarer Sicht sind sogar die schneebedeckten Alpen zu bestaunen. Das wuselige Stadtleben spüre ich nur leicht unter mir. Traumhaft schön und Erholung pur!

Gleich nebenan stürze ich mich dann wieder ins rege Treiben der lichtdurchfluteten Shoppingmeile Galeria Vittorio Emanuele II. Diese ist mit ihren feinen Mosaiken und hübschen Wandmalereien ein echter architektonischer Hingucker. Doch noch mehr als die historische Architektur, ziehen die Schaufenster der vielen unterschiedlichen Boutiquen meine Blicke auf sich. Während ich mir gedanklich meinen Weg durch die vielen gutgekleideten Menschen bahne, fällt mir auch schon meine geliebte Gelateria ein! In Gedanken schmeckt das Eis vielleicht doch nicht ganz so gut wie im Original – aber dafür kann ich mich danach ohne mit der Metro fahren zu müssen direkt an meinen nächsten Lieblingsort in Mailand träumen. Dem zentral gelegenen Park Sempione, meine Oase der Ruhe mitten im bunten Stadttreiben. Herrlich!

So ganz verträumt, habe ich fast nicht gemerkt, dass von draußen mal wieder Regen an die Scheiben prasselt. Aber es gibt ja nicht nur Mailand: Morgen träume ich mich während meiner Tasse Auszeit vielleicht nach Barcelona oder New York.

Anna Lena

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Anna Lena Garde

Ich bin Anna Lena, 31 Jahre alt, Texterin und freiberufliche Yoga-Lehrerin. Durch meinen Job bin ich häufig unterwegs und wenn ich nach Hause komme, fällt mir immer sofort auf, was noch alles zu tun ist. Dann sehe ich überall Staub in den Ecken, der sofort beseitigt werden muss. Oder ich fange an, das Bücherregal und den Kleiderschrank nach Farben zu sortieren. Mysteriöserweise wird meine To- Do-Liste, egal wie viel ich abhake, irgendwie immer nur länger. Und weil ich so bin und das so ist, nehme ich mir immer wieder meine Zeit zum Abschalten. Meine Auszeit, in der ich mich nur um mich kümmere und genieße – zum Beispiel beim Yoga oder bei einer Tasse Gala von Eduscho. Dann muss alles andere warten! Da man sich diese Momente ganz bewusst nehmen muss, möchte ich hier regelmäßig mit Ideen zum Abschalten, das Zuhause schöner machen, Kaffee genießen (es gibt nämlich mehr als Latte Macchiato) und sich selbst Verwöhnen inspirieren.